Oftmals sitzen selbst erfahrene Angler beim Welsangeln tagelang am Wasser und bekommt keinen Biss. Schnell kommt Unmut auf und die Frage nach dem Grund.

Kennt ihr das Problem ebenfalls? Damit ist jetzt Schluss! Im Folgenden zeigen wir euch die 5 wichtigsten Grundregeln beim Welsangeln auf, damit der nächste Wels-Angelurlaub ein voller Erfolg wird.

1. Der richtige Angelplatz

Damit wir einen Wels fangen können, müssen wir da angeln wo sich die Fische gerade aufhalten. Da wir die Waller nicht sehen können ist dies zwar leichter gesagt als getan, dennoch gibt es ein paar deutliche Anzeichen, die die aktuellen Hotspots verraten.

Die Wassertemperatur

Da Welse wechselwarme Tiere sind, benötigen sie die Temperatur des Wassers, um ihren Stoffwechsel hochzufahren. Der interessante Punkt liegt hierbei bei einer Wassertemperatur von etwa 8°C. Unterhalb dieser Temperatur halten sich die Welse in den tiefsten Bereich des Gewässers auf und sollten daher auch dort befischt werden.

wassertemp_8°C

Steigt die Wassertemperatur jedoch über die 8°C Marke, so erwachen die Fische zum Leben und verlassen die tiefen Standplätze.

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Jetzt sollte man für einen erfolgreichen Fang vor allem strömungsgeschütze Bereiche wie Brückenpfeiler, Buhnenköpfe oder Gumpen, sowie Unterstände wie Totholz oder ähnliches befischen. Weitere Infos hierzu findet ihr unter Welsangeln im Frühling.

brueckenpfeiler

Der Wasserstand

Auch der Wasserstand ist ein Hinweisgeber, wo sich die Welse im Gewässer aufhalten. Hier gibt es 2 Faustregeln:

Beginn des Hochwassers: Direkt an den Kanten und in den überschwemmten Gebieten fischen.

Das Wasser fällt: Sobald das Wasser zu fallen beginnt, sollte man umgehend die tieferliegenden Gewässerkanten befischen.

hochwasser_felder_uberschwemmt

2. Der richtige Köder

Der richtige Angelplatz ist zwar schon die halbe Miete, jedoch muss auch der Köder den Wels überzeugen. Als einfachste Hilfe sollte man dabei beachten, dass der Wels am unvorsichtigsten auf das beißt, was er im Normalfall täglich frisst. Sprich der Köderfisch, der zur aktuellen Zeit am meisten im Gewässer vorkommt ist der absolute Top Köder.

Dadurch, dass der Köderfisch später am Haken hängt und sich somit nicht mit dem Schwarm bewegen kann sticht dieser zwangsläufig als einfache Beute heraus, was sowohl Waller als auch alle anderen Raubfische lieben.

Bei der Köderfischwahl sollte man zudem nicht nur auf die Art des Köderfisches achten, auch die Größe muss zu den Köderfischen im Gewässer passen.

Köderfisch stippen

Die besten Köderfische fängt man immer noch selbst mit der Stipprute direkt vor Ort

koederfisch_stippen

Tipp vom Profi

Sollte bei euch der lebende Köderfisch verboten sein, so könnt ihr den toten Köderfisch mit einem Wurmbündel auf dem Hakenschenkel aufpeppen

Biss bleibt aus

Seit ihr sicher, dass eure Rute auf einem Hotspot liegt und der Biss will nicht kommen, so könnt ihr den Köder auch alle 2-3h kontrollieren.

3. Die richtige Montage

Insbesondere beim Abspannen in Flüssen kommt es häufig vor, dass sich Treibgut in der Montage verfängt.

Klar ist, dass an einer solchen Montage kein Wels beißt. Das ist jedoch noch nicht alles. Habt ihr zudem eine zu leichte Abreisschnur gewählt kann diese reißen, wodurch die Montage abtreibt und sich mit weiteren Montagen verfangen kann. Beim Welsangeln mit Abspannen gilt es daher folgende Regeln zu beachten:

  • passende Abreißleine verwende (ca. Ø0,35mm)
  • Rute ausreichend spannen (Schnur aus dem Wasser!)
  • Feinfühlige Glocken verwenden (zeigen auch Treibgut an)
  • Neigungsgrad der gespannten Rute merken

4. Schwingungen in der Schnur

Auch wenn man es nicht immer vermutet, so ist der Wels ein sehr sensibler Räuber. Insbesondere große Welse, die bereits schon einmal am Haken hingen sind nicht einfach vom Biss zu überzeugen.

Hat der Wels erst einmal Verdacht geschöpft, so ist es nahezu unmöglich in an den Haken zu bekommen. Es gilt daher alle verräterischen Punkte zu vermeiden.

Ein oftmals nicht beachteter Punkt sind die Schnüre. Insbesondere an windigen Tagen fangen diese beim Abspannen an zu singen. Die singenden Welsschnüre sind ein sicheres Zeichen dafür, dass kein Fisch beißt.

Um das Singen zu verhindern, muss die Vorspannung verringert werden. Sollte das aufgrund der Entfernung nicht möglich sein, so sollte lieber auf einen näheren Spot abgespannt oder eine U-Pose oder Grundmontage verwendet werden.

5. Den Wels erfolgreich haken

Viele Welsangler kennen auch dieses Problem: Der Fisch wird zwar gefunden und vom Biss überzeugt, beim Biss selbst räumt dieser jedoch nur den Haken leer ohne daran hängen zu bleiben.

Oft tritt dieses Problem vor allem bei großen und erfahrenen Fischen auf, die den Köder nur langsam nehmen. Das ist durch ein langsames Biegen der Rute gut erkennbar.

Aber Achtung: Dieser Biss lässt sich mit Glocken nicht rechtzeitig erkennen. Hier hilft nur Aufmerksamkeit oder ein Bissanzeiger mit Neigungsüberwachung, sowie eine Welsrute mit einer feinen Spitzenaktion.

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Um den Wels nun zu Haken muss man folgende Punkte beachten:

  • Passende Abreisschnur: (ca. Ø0,35mm), die direkt beim ersten Anschlagen nachgibt
  • Passende Haken: Am besten 2 scharfe Drillinge (1x an Brustflosse & 1x an Schwanzflosse), sowie ein Haken zur Befestigung (Rückenbeköderung bei stehendem Gewässer; Nasenbeköderung bei Strömung) ACHTUNG: Keine zu großen Drillinge! Kleinere Haken (Drilling-Größe 2/0-4/0) greifen besser im Welsmaul.
  • Rechtzeitige Bisserkennung: mit entsprechendem Anschlag während sich die Rute biegt.

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Fazit zum erfolgreichen Welsangeln

Wer die oben erläuterten Punkte beim Welsangeln beachtet, hat sehr gute Chancen auf einen erfolgreichen Fang. So wird der Angelurlaub ein Erfolg!

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