Das Spinnfischen vom Boot

Es ist sehr effektiv, das Spinnfischen vom Boot aus auszuüben, da sich hierdurch viele erfolgsversprechende Stellen erreichen lassen, welche dem Uferspinnfischer verwehrt bleiben. Ebenso gibt es angeltechnische Vorzüge, wie beispielsweise die Möglichkeit Stellen von mehreren Seiten aus zu befischen oder Hänger zu lösen.

Welches Boot zum Spinnfischen?

Als geeigneten Untersatz eignen sich zum Spinnfischen vom Boot nicht nur große Boote. Oftmals ist man mit den kleineren Booten sogar flexibler, da man teilweise schwer zu erreichende Stellen noch erreichen kann. Was beim Spinnfischen nicht fehlen darf, ist allerdings die Stabilität. Die Stabilität ist meiner Meinung nach viel wichtiger als die Größe des Bootes. Nur durch sie kann ein platzierter Wurf sicher gelingt. Auch beim Drillen ist es sehr wichtig, dass das Boot stabil dagegen hält und wir den notwendigen Druck auf den Waller aufbauen können.

Boot Spinnfischen

Als Alternative zu den „normalen“ Booten werden oft Schlauchboote, Kajaks oder Belly Boote verwendet. Diese sind unter anderem leicht zu transportieren und dadurch speziell für das Spinnfischen an verschieden Gewässern zu empfehlen. Das Belly Boot hat zudem noch den großen Vorteil, dass es oftmals trotz Bootverbot verwendet werden darf. Um auf Nummer sicher zu gehen und um unnötigen Ärger zu vermeiden, sollte man sich jedoch vor dem Einsatz eines Bootes beim Verein etc. informieren.

Schlauchboot Wallerangeln

 

Die Arten des Bootsspinnfischens

Hierbei wird zwischen treibendem und verankertem Boot unterschieden.

Das Spinnfischen vom treibenden Boot

Das Spinnfischen vom treibenden Boot, ist oftmals auch als Drift Spinnfischen bekannt. Aufgrund der hierfür nötigen Strömung, wird es hauptsächlich in Flüssen betrieben. Während dem Driften/Treiben wirft man interessant erscheinende Stellen direkt an. Gleichzeitig hält man immer Ausschau, um die nächste interessante Stelle auszumachen. Die ständige Bootsbewegung erlaubt es uns hierbei eine große Wasserfläche abzufischen. Die große Kunst bei dieser Spinnfischart ist es, das Boot richtig, auch teilweise gegen die Strömung oder den Wind driften zu lassen, um hierdurch den gewünschten Angelplatze zu erreichen.

Hat man einen interessanten Platz erkannt, so sollte man sich rechtzeitig Gedanken über den Driftweg des Bootes machen. Um den Driftweg zu verändern empfiehlt sich die Verwendung eines Elektromotors. Dieser ist sehr leise und einfach zu bedienen. Alternativ kann man sich, falls Motoren nicht gestattet sind, auch mit ein paar Paddelschlägen behelfen. Treibt man auf einen interessanten Bereich zu, so gilt es diesen so befischt werden, dass vom Boot möglichst wenig Scheuchwirkung ausgeht. Die Würfe müssen dabei sehr zielsicher sein, da man vom treibenden Boot aus selten die Möglichkeit hat viele Würfe auf ein und denselben Platz zu bekommen.

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Das Spinnfischen vom verankerten Boot

Das Ziel beim Spinnfischen vom verankertem Boot ist es Stellen zu befischt, welche immer wieder von Wallern aufgesucht werden. Dies können zum Beispiel Löcher in gleichbleibendem Gewässeruntergrund, oder stark abfallende Unterwasserkanten sein. Auch eine Stelle an der man öfters Fehlbisse hatte sollte hier nicht unversucht gelassen werden. Durch das fest liegende Boot kann man den Platz sehr sauber und intensiv abfischen. Wie lange man solch einen Platz befischen sollte ist immer schwer zu sagen. Oftmals lohnt es sich an einem Platz zu verharren. Es kann aber auch das Gegenteil der Fall sein, so dass man möglichst viele Stellen beangeln sollte. Hierbei ist es am hilfreichsten wenn man sich auf sein Gefühl verlässt.

Speziell an unbekannten Gewässern macht es Sinn die Platzwechsel nach Möglichkeit treibend durchzuführen und während des Treibvorgangs zu fischen. Durch das Treiben befischt ihr oftmals Hotspots, welche ihr von der Oberfläche aus nie als Hotspots wahrgenommen hättet. Als Köder werden grundsätzlich dieselben wie beim Uferspinnfischen verwendet, jedoch können sie beim Bootspinnfischen etwas leichter ausgelegt sein, da man meist weniger Wurfweite und somit weniger Wurfgewicht benötigt.

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