Der Karpfen ist nicht nur einer der beliebtesten Köderfische beim Wallerangeln. Durch seine Aktivität und Langlebigkeit ist er oftmals auch der Köderfisch, mit dem viele Rekordwelse gefangen wurden!

Warum ist der Karpfen ein so erfolgreicher Köderfisch?

Schauen wir uns die gefangenen Rekordfische an, so stellen wir schnell fest, dass oftmals der Karpfen als Köder erwähnt wird. Doch es sind natürlich nicht nur die riesigen Rekorde, auch bei Wallern rund um die 1,5 bis gut 2 Metern ist der Karpfen oftmals einer der, wenn nicht sogar der erfolgreichste Köderfisch. Doch was macht ihn so erfolgreich?

Waller angeln

Der Karpfen fällt auf!

Der Karpfen ist nicht nur einer der besten Welsköder, er zählt unter den Anglern auch zu den beliebtesten Friedfischen und das liegt nicht nur an seinen großen Beständen. Wer schon mal selbst einen Karpfen an der Rute hatte, der weiß welch einen Drill er abliefern kann!

Diese Kraft, welche ein Karpfen im Drill erzeugt, erzeugt er auch im angeköderten Zustand als Welsköder. Dabei kommt ihm seine hochrückige Form und sein muskulöser Körper zugute, mit dem er unter Wasser für viel Action sorgt. Die kraftvollen Bewegungen führen dabei nicht nur dazu, dass der Karpfen am Haken viel Druck ausübt. Sie erzeugen unter Wasser auch entsprechende Druckwellen, welche die Welse auf den Köder aufmerksam machen!

Waller in der Nähe

Köderfische fühlen oftmals, dass ein Wels in der Nähe ist und reagieren darauf mit verstärkten und nervösen Schwimmbewegungen, welche wir oftmals vor einem Biss auch an unseren Rutenspitzen wahrnehmen können. Da der Köderfisch aufgrund der Anköderung jedoch nicht wie gewünscht fliehen kann, wird der Wels durch die erhöhte Köderaktivität oftmals noch zusätzlich zum Biss gereizt!

Ein wahrer Athlet

karpfen_ein_starker_welskoeder

Doch der Karpfen besticht nicht nur durch seine hohe Aktivität, er ist zudem auch äußerst robust und ausdauernd, wodurch er sich gut für längere Ansitze eignet. Wird der Köderfisch dabei richtig geködert und an einer geeigneten Stelle präsentiert, so können besonders fitte Exemplare teilweise bis zu mehreren Tagen verwendet werden!

Woher bekomme ich einen Karpfenköderfisch?

Der Karpfen zählt in vielen Gewässern zum natürlichen Besatz oder wird oftmals sogar noch nachbesetzt. Hierdurch erhalten wir die Möglichkeit unsere Karpfenköder selbst zu fangen, wodurch wir super frische Köder, ohne Transportstrapazen und direkt aus den entsprechenden Gewässer erhalten.

Abhängig vom Karpfenbestand und der vorhandenen Zeit kann es allerdings auch Sinn machen, Karpfen zu kaufen. Am einfachsten besucht ihr hierfür eine entsprechende Fischzucht, welche oftmals auch Karpfen in verschiedenen Größen anbieten.

Karpfenköder selbst fangen

karpfen_selbst_gefangen

Das Karpfenangeln eignet sich nicht nur super zur Köderbeschaffung. Insbesondere das Angeln auf Großkarpfen ist ein Sport für sich. Da wir die Karpfen jedoch als Wallerköder verwenden wollen, schauen wir uns im Folgenden an, wie wir insbesondere die kleineren Exemplare fangen können.

Der Karpfen ist nicht nur ein Friedfisch, er zieht oftmals auch in Schwärmen durch das Gewässer. Damit wir den Schwarm zu uns locken können, müssen im Wesentlichen 2 Vektoren erfüllt werden.

Zum einen müssen wir eine für die Karpfen interessante und für uns befischbare Stelle ausfindig machen. Sehr gut eignen sich hierfür beispielsweise Platons oder auch sonstige freie Stellen und von Bewuchs umgebene Stellen.

Des Weiteren müssen wir dafür sorgen, dass die Fische dort etwas Leckeres zum Fressen finden. Da wir speziell auf die kleineren Karpfen aus sind, sollten wir mit kleinen Ködern wie Mais, Teig oder auch Fischfutter anfüttern. Insbesondere das Fischfutter ist hierbei oftmals sehr erfolgsversprechend und kann auch mit Gutscheine für Tiernahrung bei Zooplus günstig erworben werden.

Haben wir die Karpfen an unseren Spot gelockt, ist mindestens schon die halbe Arbeit getan. Nun gilt es “nur” noch diese an den Haken zu bringen. Am besten verwenden wir hierfür ebenfalls kleine Köder, wie den Mais oder auch das Fischfutter am Haar.

Wie mit Karpfen fischen?

Sind wir mit unseren Karpfenköderfischen am Gewässer, so gilt es nun, diese entsprechend anzubieten und für den Wels unwiderstehlich zu machen. Damit das gelingt, sollten Montagen gewählt werden, welche dem Gewässer und auch dem starken und aktiven Karpfen entsprechen.

Abspannen und Boje

Das Abspannen und Bojenangeln ist wie für den Karpfen gemacht. Hierbei wird er in stillen Gewässern im Rücken und bei vorhandener Strömung im Maulbereich angeködert und in der Nähe von entsprechenden Hotspots angeboten.

U-Pose in Strömung

Unterwasserposen Montage

Bei der U-Pose in der Strömung ist der Karpfen meist nicht besonders aktiv, so dass er sich hierdurch nicht von anderen Köderfischen abhebt. Durch die großen Bestände sind die Waller jedoch sehr an die Karpfen gewöhnt, so dass Sie diese oftmals dennoch mit wenig Vorsicht nehmen.

Lebender Köderfisch verboten

Ein weiterer Vorteil der U-Pose in Strömung ist, dass sich hiermit auch sehr gut tote Karpfen anbieten lassen. Dies hilft uns insbesondere in Gewässern, welche lediglich mit totem Köderfisch befischt werden dürfen, sehr weiter.

Achtung Grundmontage

Die oftmals ebenfalls verwendete Grundmontage ist für die Karpfenköderfische hingegen nicht ideal. Aufgrund ihrer hohen Aktivität kommt es hier oftmals zu Verwicklungen, weshalb hierfür ruhigere Köderfische wie die Rotaugen, Roterfedern oder auch die Karausche verendet werden sollten.

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Alternative Köderfische

Da das Wallerfischen mit Karpfen in manchen Gewässern komplett verboten ist, sollten wir immer auch eine Alternative bereit haben. Die besten Erfahrungen haben wir dabei mit den Fischen gemacht, welche aktuell am meisten im Gewässer vorhanden sind.

Wallerköder Karausche
Die Karausche, eine super Alternative beim Wallerangeln

In Flüssen wie dem Po kann das z.B. die Saisonal vorhandene Meerforelle sein. Alternativ eignet sich ansonsten auch immer die Karausche, welche durch ihre robuste Art ebenfalls einen super Welsköder abgibt!

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